Lichtbogenschweißen

Manuelles Lichtbogenschweißen ist das flexibelste und am meisten genutzte Verfahren beim Handschweißen. Das wesentliche Merkmal ist der Lichtbogen zwischen umhüllter Stabelektrode und Werkstück. Die Hitze des Lichtbogens schmilzt das Metall und die Elektrode verbindet beide Metallstücke während des Abkühlens. Es bleibt eine kontinuierliche feste Masse zurück.

Lichtbogenschweißen

Lichtbogenschweißen kann bei den meisten Stählen und Edelstählen verwendet werden. Auch viele nicht eisenhaltige Metalle lassen sich schweißen.

Der Erfolg beim Handschweißen mit Lichtbogen hängt von folgenden Parametern ab:

  • die richtige Elektrode
  • die richtige Elektrodengröße
  • richtiger Schweißstrom
  • richtige Lichtbogenlänge
  • richtiger Elektrodenwinkel
  • richtige Geschwindigkeit
  • richtige Vorbereitung des Werkstücks

Das Lichtbogenschweißen wird auch häufig im privaten Bereich eingesetzt, weil es verhältnismäßig leicht durchzuführen ist.

WIG-Schweißen

WIG-SchweißenWIG-Schweißen gehört ebenfalls zu den meist genutzten Schweißverfahren beim Handschweißen. Der Schweißer benötigt gute theoretische Kenntnisse und sollte über ausreichend praktische Erfahrung verfügen. Das WIG-Schweißen wird durch den Schweißprozess 141 beschrieben. Die Abkürzung WIG steht für Wolfram-Inert-Gas-Schweißen. Bei der Elektrode handelt es sich um eine Wolframelektrode, die nicht abschmilzt, sondern einen Lichtbogen erzeugt. Der Lichtbogen schmilzt das Material während gleichzeitig mit der anderen Hand ein Draht zugeführt wird, der den Schweißprozess ermöglicht.

Das Wort „inert“ bezieht sich auf das Gas und bedeutet „reaktionsarm“. Das Gas erzeugt eine Art Schutzglocke und vermeidet, dass Luft von außen in das Schmelzbad hineingelangt. Dadurch wird die Porenbildung vermieden.

Der Brenner wird beim Handschweißen (hier WIG-Schweißen) über den Minuspol angeschlossen. Die Masse wird über den Pluspol angeschlossen. Sollte der Brenner über den Pluspol angeschlossen werden droht die Elektrode aufgrund der höheren Belastung wegzuschmelzen.

Beim WIG-Schweißen werden zwei verschiedene Stromquellarten verwendet. Zum einen werden Gleichstrom (DC) – Inverter genutzt. Es können aber auch Wechselstrom (AC) – Inverter eingesetzt werden. Oft kommen sogar Gleichstrom-Wechselstrom (DC-AC) – Inverter zum Einsatz.

Mit einer Gleichstromquelle haben wir die Möglichkeit Stahl und Chrom-Nickel zu schweißen. Wechselstrom ist hingegen für Aluminium geeignet.

Da es sich beim WIG-Handschweißen um Schutzgasschweißen handelt, ist es im Freien nur bedingt einsetzbar. Es müssen im Freien daher extra Schutzmaßnahmen getroffen werden, damit das Schutzgas nicht von der Luft weggeblasen werden kann. Daher wird WIG-Handschweißen hauptsächlich in Kraftwerken und geschlossenen Hallen angewendet.