Wie funktioniert das elektrische Handschweißen?

By | 9. April 2021

Elektrische Handschweißen

Innerhalb der Metallbearbeitung gibt es verschiedene Verfahren, die sich großer Beliebtheit erfreuen und täglich im Einsatz sind. Eine dieser Methoden ist das elektrische Handschweißen, auch bekannt als Lichtbogenhandschweißen oder E-Hand-Schweißen.

Hierbei wird eine Stabelektrode verwendet, die in einer Umhüllung ist und während des Schweißvorgangs abschmilzt. Dementsprechend fungiert sie – im Gegensatz zu anderen Verfahren – als zusätzlicher Werkstoff und Elektrode zugleich.

Das elektrische Handschweißen bietet eine Vielzahl wichtiger Vorteile und zählt zu den Verfahren, die eher leicht funktionieren. Wie das Ganze funktioniert und was Sie beachten müssen, das erfahren Sie nachfolgend genauer.

Wie funktioniert das elektrische Handschweißen eigentlich?

Wer sich einmal genauer mit dem elektrischen Handschweißens beschäftigt, der stellt sich irgendwann die Frage – wie funktioniert das Verfahren überhaupt? Nun, diese Art des Schweißens zählt zur Rubrik des Metall-Lichtbogenverfahrens.

Prägendes Merkmal ist der Fakt, dass eine manuell geführte Stabelektrode zum Einsatz kommt. Dieser befindet sich beim Schweißprozess zwischen dem Werkstück und dem Lichtbogen.

Stabelektroden

Die Stabelektrode besteht aus einem metallischen Kernstab und einer Umhüllung.

Das Funktionsprinzip sieht dabei so aus, dass die Elektrode und der Lichtbogen gegenüber Einflüssen atmosphärischer Art geschützt sind. Was die weitere Funktionalität angeht, so eignet sich dieses Schweißverfahren vorwiegend für Blechdicken ab 1,5 mm.

Worin liegen die Vorzüge des elektrischen Handschweißens?

Entscheiden Sie sich für das E-Hand-Schweißen oder ziehen es zumindest in Erwägung, so sollten Sie in jedem Fall die Vorteile kennen. Einer der wesentlichen Annehmlichkeiten liegt darin, dass die Schutzwirkung besonders gut ist. Dadurch haben Sie die Gelegenheit, Werkstücke selbst im Freien problemlos zu bearbeiten.

Das ist aber nicht alles, denn Sie können verschiedene Stabelektroden verwenden – wodurch es nahezu keinen Werkstoff gibt, den Sie mit diesem Schweißverfahren nicht effizient bearbeiten können. Folglich können Sie Stahlwerkstoffe bearbeiten, ebenso wie Nickel, Aluminium oder Kupfer.

Das einzig zu beachtende ist: Gusseisen ist ein spezielles Material und nur bedingt geeignet. Ansonsten haben Sie nahezu die freie Wahl und können das E-Hand-Schweißen für nahezu alle erdenklichen Werkstücke verwenden.

Sorgfalt und Vorbereitung als wichtige Tipps

Wenn Sie noch nicht allzu viel Erfahrung mit dem elektrischen Handschweißen haben, beachten Sie speziell die beiden folgenden Tipps: Seien Sie so sorgfältig wie nur eben möglich und nehmen Sie sich genug Zeit für die Vorbereitung.

Dazu zählt, das Tragen der Sicherheitsausrüstung ebenso wie das Verwenden der richtigen Stabelektroden. Ist dies erledigt, bereiten Sie alles vor und schauen Sie auch, ob die Gerätschaft funktioniert.

Ist dies gewährleistet, können Sie sich selbst von den Vorzügen des E-Handschweißens überzeugen.